Grundlagen verstehen

Extraktion beim Espresso verstehen

Extraktion beschreibt, wie viele Stoffe aus dem Kaffee gelöst werden –
und entscheidet direkt darüber, ob dein Espresso sauer, bitter oder ausgewogen schmeckt.

Was beim Bezug passiert

Beim Espresso werden zuerst eher saure Bestandteile gelöst,
danach mehr Süße und am Ende zunehmend Bitterstoffe.

Deshalb verändert sich der Geschmack stark, wenn Mahlgrad,
Zeit oder Verhältnis nicht passen.

Was gute Extraktion bedeutet

Ziel ist nicht möglichst viel oder möglichst wenig Extraktion,
sondern ein Bereich, in dem Säure, Süße und Bitterkeit im Gleichgewicht sind.

Unterextraktion

Zu wenig gelöste Stoffe führen zu einem spitzen, sauren oder leeren Espresso.

→ Espresso ist sauer

Überextraktion

Zu viele gelöste Stoffe führen zu Bitterkeit, Trockenheit und Härte.

→ Espresso ist bitter

Zu wenig Körper

Wenn Extraktion und Verhältnis nicht zusammenpassen,
wirkt Espresso schnell dünn.

Espresso ist dünn

Was die Extraktion beeinflusst

Die wichtigsten Stellschrauben sind:

Mahlgrad
• Bezugszeit
Verhältnis (Brührate)
• Bohne

In der Praxis wird die Extraktion vor allem über den Mahlgrad und das Verhältnis (Brührate) gesteuert.

Diese Empfehlungen basieren auf praktischer Erfahrung aus der Rösterei – und aus vielen Jahren Arbeit mit Espressomaschinen, Reparaturen und im direkten Kontakt mit Kunden.

Manfred Brunner

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