Grundlagen verstehen

Der richtige Mahlgrad für Espresso

Der Mahlgrad bestimmt, wie schnell Wasser durch den Kaffee fließt – und damit,
ob dein Espresso sauer, bitter oder ausgewogen wird.

Warum der Mahlgrad so wichtig ist

Ist der Mahlgrad zu grob, läuft das Wasser zu schnell durch den Kaffee.
Es werden zu wenig Stoffe gelöst – der Espresso wird oft sauer und dünn.

Ist er zu fein, läuft das Wasser zu langsam und löst zu viele Bitterstoffe.
Der Espresso wird schwer und unangenehm.

Der zentrale Stellhebel

Der Mahlgrad ist der wichtigste Hebel, um die Extraktion zu steuern.
Deshalb solltest du beim Einstellen immer zuerst hier ansetzen.

Zu grob gemahlen

Das Wasser läuft zu schnell durch den Kaffee. Der Espresso wird
spitz, unausgewogen und hat wenig Süße.

Espresso ist sauer

Zu fein gemahlen

Das Wasser läuft zu langsam und löst zu viele Bitterstoffe.
Der Espresso wird trocken und hart.

Espresso ist bitter

Ein sinnvoller Startpunkt

Beginne mit einem klaren Zielwert und passe dann den Mahlgrad an:

• 14 g Kaffee verwenden
• 28 g Espresso beziehen
• Zielzeit: 25–40 Sekunden

Der Mahlgrad wird so eingestellt, dass du in diesem Zeitbereich landest.

Typische Fehler

Zu fein:
→ läuft sehr langsam oder gar nicht
→ schmeckt bitter und schwer

Zu grob:
→ läuft zu schnell durch
→ schmeckt dünn und sauer

Diese Empfehlungen basieren auf praktischer Erfahrung aus der Rösterei – und aus vielen Jahren Arbeit mit Espressomaschinen, Reparaturen und im direkten Kontakt mit Kunden.

Manfred Brunner

Warenkorb
Nach oben scrollen